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Historie 2018-05-23T14:59:34+00:00

November 1945

Die erste Main-Echo-Ausgabe vom 24. November 1945.

24. November 1945

Das erste Main-Echo erscheint. Chefredakteur wurde August Gräf, der gemeinsam mit Jean Stock von den Amerikanern die Lizenz für die Zeitung am Bayerischen Untermain erhalten hat. Die Männer der ersten Stunde arbeiten in einem zwölf Quadratmeter großen Raum, der ihnen im Sparkassengebäude Friedrichstraße 7 in Aschaffenburg zur Verfügung gestellt wurde. Der erste Aufmacher-Artikel beschäftigt sich unter der Überschrift »Nazi-System auf der Anklagebank« mit dem Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg.

August 1947

August 1947

Wilhelm Engelhard übernimmt die Geschäftsführung des Main-Echo-Verlags. Zuvor gab es zwei Lizenzwechsel: Jean Stock war Regierungspräsident von Unterfranken geworden und hatte Ende Februar seine Lizenz zurückgegeben. Für ihn kam 1946 Hanns Wetzel, der der CSU nahe stand und so mit August Gräf das parteipolitische Gleichgewicht nach außen repräsentierte. Die Lizenz des Münchners ging im August 1947 an Engelhard über. Engelhard war 1896 in Aschaffenburg geboren, promovierter Volkswirt, brachte Redakteurserfahrung aus Berlin mit, war parteilos und von bürgerlich-liberalem Zuschnitt. Mit ihm betritt ein Mann die verlegerische Bühne, der 39 Jahre lang die Geschicke des Hauses »Main-Echo« prägen sollte wie kein zweiter.

Der prägende Main-Echo Lizenzträger: Verleger Wilhelm Engelhard (Büste aus der Eingangshalle unseres Medienhauses).

Januar 1952

Die Heimatzeitung „Bote vom Untermain“.

1952

Die Ausgliederung der Teilausgaben ist weitgehend abgeschlossen. Das Main-Echo erscheint mit seinen Heimatzeitungen Bote vom Untermain, Lohrer Echo und Wertheimer Zeitung jetzt in den drei Bundesländern Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Ab Oktober kommt die Zeitung an jedem Werktag in die Haushalte der Abonnenten. Die bisher ernsthafteste Konkurrenz kommt erstmals am 2. April heraus: Unterstützt von Bischof Julius Döpfner erscheint das »Aschaffenburger Volksblatt« und errichtet Redaktionen im gesamten Mainviereck. Pfarrer werben von der Kanzel für das katholische Blatt.

Januar 1958

1958

Das Main-Echo erwirbt das Gelände der ehemaligen Aschaffenburger Herdfabrik und Eisengießerei Koloseus an der Goldbacher Straße 25. Das Grundstück hat einen Gleisanschluss, worüber das Papier angeliefert wird. 1959 wird eine neue Rotationsmaschine installiert, die bereits den Farbdruck ermöglicht. Es dauert bis 1966, ehe alle Mitarbeiter in der Goldbacher Straße unterkommen. Zuvor gibt es einen Pendelbetrieb zwischen Pfaffengasse und dem Gelände nahe des Bahnhofs.

Einweihung der Main-Echo- Rotation von 1951: Verleger Dr. Engelhard (links) prüft die ersten Exemplare.

Januar 1960

1960er Jahre

Technischer Wandel: Mitarbeiterinnen tippen die Artikel auf Lochbänder, die die Setzmaschinen steuern. Das Berufsbild des Maschinensetzers hat ausgedient.  Zu den Olympischen Winterspielen erscheint 1968 das erste aktuelle Farbfoto.

Januar 1970

1970er Jahre

Mit der Einführung des Fotosatzes erfolgt das endgültige Aus des Gutenbergschen Bleisatzes. Nicht nur Drucker und Setzer müssen umlernen, auch Redakteure nehmen langsam Abschied von Schreibmaschine und Papier und beginnen am Computer zu arbeiten. Wilhelm Engelhard erwirbt an der Peripherie der Stadt das Grundstück Weichertstraße 20, ein Platz, der völlig neu bebaut werden kann. Errichtet wird zunächst ein Druckhaus, in dem die technischen Einrichtungen des Hauses zusammengeführt werden. Ziel ist es, das gesamte Unternehmen an der Stadtgrenze zu Goldbach unterzubringen. Bis zu seiner Verwirklichung dauert es allerdings viele Jahre.

Januar 1980

1980er Jahre

Das Main-Echo wagt sich an ein neues Medium: den lokalen Hörfunk. Mit drei Anbietern teilt es sich eine Frequenz. Wegen dieser staatlich verordneten Aufteilung bleibt der Ausflug ein Zuschussgeschäft, das 1989 nach zwei Jahren Sendebetrieb eingestellt wird. Von 1987 bis 1989 war das Main-Echo-Radio Welle Untermain auf Sendung. Wilhelm Engelhard zieht sich 1986 90-jährig aus der Geschäftsführung zurück. Seine Nachfolger werden sein Schwiegersohn Klaus Eymann und Reinhard Golembiewski.

1987 bis 1989: Betrieb des Privatradios Welle Untermain

Januar 1990

Eine der modernsten Zeitungsrotationsmaschinen Europas – die Colorman der Firma MAN.

1990er Jahre

Das Main-Echo feiert sein 50-jähriges Bestehen. Die Zeitung hat 92 000 Abonnementen, der Verlag beschäftigt 620 Menschen, darunter 69 Redakteure. Mit dem Jubiläum wird auch das Richtfest für das neue Verlagsgebäude an der Weichertstraße gefeiert. Am 19. Juli 1996 geht der erste Internet-Auftritt unter www.main-echoonline.de an den Start. Mitarbeiter des Unternehmens Medien-Service-Untermain (Main-Echo-Gruppe) haben die Homepage entwickelt, die über die Grenzen der heimischen Region auf positive Resonanz stößt: Im Oktober erhält sie eine Auszeichnung der Zeitschrift Computer-Bild. 1997 wird eine der modernsten Zeitungsrotationsmaschinen Europas – die Colorman der Firma MAN – bestellt. Für sie wird an der Weichertstraße eine neue Halle gebaut.

Januar 2000

Anfang der 2000er Jahre

Im Jahr 2000 tritt Ulrich Eymann in die Geschäftsleitung des Main-Echos ein. Damit wird das Familienunternehmen in der dritten Generation geführt. Geschäftsführer Klaus Eymann übernimmt zum Jahresende die Redaktion der vom Verlag herausgegebenen Monatszeitschrift »Spessart«. 2003 verkauft Chefredakteur Dr. Helmut Teufel seine Anteile an der Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG an die W. Engelhard KG und Ulrich Eymann. Damit ist der Verlag ganz im Besitz der Familien Engelhard und Eymann, also der Kinder und Enkel des früheren Verlegers Dr. Wilhelm Engelhard.

Ulrich Eymann tritt in die Geschäftsleitung des Main-Echos ein.

Januar 2007

Samstags im Aschaffenburger Lokalteil und als Mundart-Podcast im Netz: >>Meiers Kätt<< von Irmes Eberth.

2007/2008

Im Aschaffenburger Medienhaus entsteht 2007 der »Nachrichtentisch«. Dort laufen die Themen aus der Region zusammen und werden auf die verschiedenen Medien Zeitung, Internet und Mobiltelefon (SMS) verteilt. Redakteure und Grafiker arbeiten Hand in Hand, die Onlineredaktion erhält stets die neuesten Nachrichten. Main-Echo-Autoren lesen ihre Beiträge als Podcast, die im Internet abrufbar sind. So können die Hörer beispielsweise Irmes Eberth als »Meiers Kätt« lauschen. Ab Juli gibt es das Main-Echo als E-Paper. Das Main-Echo und das Main-Netz zeigen
sich ab April 2008 in neuem Gewand. Geändert hat sich unter anderem der Main-Echo- Titelkopf. Die neue einheitliche Gestaltung der vier verschiedenen Titelköpfe (Main-Echo, Bote vom Untermain, Lohrer Echo, Wertheimer Zeitung) betont die Zusammengehörigkeit aller Zeitungsausgaben des Hauses. Das Main-Netz präsentiert sich übersichtlicher und benutzerfreundlicher. Im Main-Echo-Telefonbuch können jetzt Nummern auch online nachgeschlagen werden.

Januar 2014

2014

Die Chefredaktion wird verjüngt: Der 43-jährige Martin Schwarzkopf löst Claus Morhart (57) als Chefredakteur ab. Morhart wird Chefreporter und übernimmt zusätzlich den »Spessart«. Die Sportredaktion wird mit dem »Mattenfuchs « des Hessischen Ringerverbands ausgezeichnet. Ab Februar twittert die Main-Echo-Chefredaktion. Das Verbrauchermagazin top shop erscheint in völlig neuer Aufmachung und in leichtem Boulevardstil. Ab März können Vereine Bilder und Texte ins Main-Echo-Fußballportal Main-Kick einstellen. Im Juli erscheint erstmals am Kiosk
die Zeitschrift Mainland, die sich den schönen Seiten unserer Heimat widmet. Im September löst die neue Druckmaschine Commander CL von Koenig & Bauer die Colorman von MAN ab. Die Zeitung wird etwas schmaler, erscheint jetzt im »Rheinischen Format«.

März 2015

2015

Im März wird das neue Logo »Medienhaus Main-Echo« offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Im April präsentiert das Medienhaus die »Aschaffenburg-App« für Tablet und Smartphone. Sie wurde gemeinsam mit der Stadtverwaltung entwickelt. Bald darauf folgt die »Aschaffenburg-App«. Im Mai erhält die Zeitung den Print-Medien-Preis der evangelischen Kirche Bayerns für den Themenschwerpunkt »Flucht und Asyl«. Im Juli startet der neu konzipierte Internetauftritt des Medienhauses unter www.mainecho.de. Am 3. Oktober stirbt 93-jährig der frühere Chefredakteur Franz Niessner, der über Jahrzehnte vor allem den Regionalteil prägte. Am 24. November feiert das Main-Echo sein 70-jähriges Bestehen unter anderem mit dem Erscheinen dieser Broschüre.

Januar 2017

2017

Reinhard Golembiewski geht am 31. Januar nach über 30 Jahren als Main-Echo-Geschäftsführer in den Ruhestand. Er bleibt dem Medienhaus Main-Echo als Berater erhalten. Sein Nachfolger ist der bisherige Verlagsleiter Marco Eisert, der nun zusammen mit Ulrich Eymann die Geschäfte des Medienhauses führt.

Der bisherige Verlagsleiter Marco Eisert führt nun zusammen mit Ulrich Eymann die Geschäfte des Medienhauses.

Mai 2018

Heute in der Weichertstraße 20: das Medienhaus Main-Echo.

Heute

Zu den heute acht Lokalausgaben gehören das Lohrer Echo sowie die Traditionstitel Bote vom Untermain und Wertheimer Zeitung, die eine der ältesten Blätter in Deutschland ist. Mit diesen Lokausgaben sind wir die auflagenstärkste Tageszeitung der Region. Als Service- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Aschaffenburg ist das Familienunternehmen Medienhaus Main-Echo mit seinen Schwester- und Tochterfirmen außerdem Ansprechpartner für Mediendesign, Logistik- und Internet-Lösungen.